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December 07 2008

You Kill Me

Frank ist Alkoholiker. Seine Sucht beeinträchtigt zusehenst seine Arbeit im verschneiten Buffalo. Er arbeitet für einen Schneeräumungsdienst, der sich im Besitz einer polnischen Familie befindet. Als er eines Tages bei der Arbeit einschläft und deswegen einen Auftrag nicht erfüllt, beschließt das Familienoberhaupt, dass Frank eine Therapie machen muss. Dabei gibt es jedoch ein Problem. Denn Frank räumt für die Familie keinen Schnee weg. Er räumt Personen, die ihr im Weg stehen weg. Frank ist Auftragskiller.

Also verordnet der Familienchef Romano Krzeminski (gespielt von Philip Baker Hall) Frank einen Trip nach Kalifornien. Fernab des trüben verschneiten Buffalo und seiner Arbeit als Killer soll Frank Falenczyk (Ben Kingsley) endlich vom Alkohol loskommen. Vor Ort wirft Dave (Bill Pullman) für die polnische Mafia-Familie ein Auge auf ihren besten Auftragsmörder und organisiert eine Wohnung und einen Job für Frank. Frank arbeitet als Mädchen-für-Alles bei einem Bestatter und entwickelt ein Talent bei der Wiederherstellung von Toten für die Aufbahrung im offenen Sarg. Er kommt nach und nach vom Alkohol los und lebt sich in sein neues Leben immer besser ein. Dabei helfen ihm die regelmäßigen Sitzungen der lokalen Anonymen Alkoholikern und sein dortiger schwuler Betreuer Tom (Luke Wilson). Als er sich dann in die adrette Mediamanagerin Laurel (Tea Leoni) verliebt sieht Frank zum ersten Mal Licht jenseits seiner inneren Leere. Doch zuhause in Buffalo brennt mittlerweile die Luft. Sein letzter versauter Auftrag hat katastrophale Folgen. Die irische Konkurrenz um Pate O’Leary (Dennis Farina) macht mächtig Druck auf die polnische Familie. Sie brauchen Frank so schnell wie möglich wieder in seiner alten Form. Er muss zurück nach Buffalo um noch eine Rechnung zu begleichen.

Kritik

“You Kill Me” nimmt das Thema der Mafia-Filme als Rahmenhandlung auf und präsentiert sich vor allem als intelligente Komödie mit vielen bissigen Dialogen. Ben Kingsley sorgt als depressiver zynischer Killer, der schon zum Frühstück eine halbe Flasche Wodka runterspült, für wunderbar skurril-komische Momente. Allein die Eingangszene, in der er eine Flasche Wodka immer ein paar Meter vor sich in den Schnee schmeißt und ihr hinterherschaufelt, ist göttlich komisch. Der Film hat durchweg solide schauspielerische Leistungen eines guten Casts. Doch vor allem die bissigen trockenen Dialoge überzeugen in diesem kleinen Film-Schmuckstück von Regisseur John Dahl (Arbeiten für TV-Serien wie “Californication” und ”Dexter”)
Die DVD liefert die üblichen Extras und kommt ohne Überraschungen daher.

Fazit

Eine erfrischende Gangster-Lovestory mit einem ungewohnt komischen Ben Kingsley. Ein nüchterner Film ohne Brimbamborium, der durch seine Story und vor allem seine wunderbaren Dialoge (deren Wortwitz auch in der deutschen Übersetzung nicht an Kraft verlieren) besticht. Für verschneite Winterabende eindeutig empfohlen.

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